Nutzen fremder Texte
Was muss man beachten, wenn man Texte anderer veröffentlichen und nutzen will
Wenn du Texte anderer veröffentlichen oder nutzen möchtest, musst du in Deutschland vor allem das Urheberrecht beachten. Grundsätzlich gilt: Fast jeder Text ist als „persönliche geistige Schöpfung“ geschützt.
Hier sind die wichtigsten Punkte für eine rechtssichere Nutzung:
- Die Erlaubnis (Nutzungsrechte)
Ohne ausdrückliche Zustimmung des Urhebers oder Rechteinhabers (z. B. ein Verlag) darfst du fremde Texte normalerweise weder kopieren noch veröffentlichen.
Einholung: Du musst dir die Nutzungsrechte vertraglich einräumen lassen.
Namensnennung: Der Urheber hat fast immer das Recht, als solcher genannt zu werden. - Die Ausnahme: Das Zitatrecht (§ 51 UrhG)
Du darfst Ausschnitte ohne Erlaubnis nutzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind:
Zitatzweck: Das Zitat muss deine eigenen Ausführungen belegen, erläutern oder du musst dich kritisch damit auseinandersetzen. Bloßes „Schmücken“ reicht nicht.
Umfang: Es darf nur so viel zitiert werden, wie für den Zweck nötig ist.
Quellenangabe: Du musst die Quelle und den Urheber zwingend und korrekt angeben. - Lizenzfreie & Gemeinfreie Texte
Creative Commons (CC): Texte unter freien Lizenzen (z. B. auf der Wikipedia) darfst du unter Einhaltung der jeweiligen Lizenzbedingungen (oft Namensnennung) nutzen.
Gemeinfreiheit: 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlischt das Urheberrecht. Danach ist der Text frei nutzbar. - Risiken bei Missachtung
Unerlaubtes Veröffentlichen („Textklau“) kann teure Abmahnungen, Schadensersatzforderungen oder im Extremfall sogar Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen.
Tipp: Im Zweifel ist es oft sicherer, auf den Originaltext zu verlinken, anstatt ihn zu
kopieren.
Planst du eine kommerzielle Nutzung oder geht es um eine private Veröffentlichung auf Social Media?
